Functional Training
Was ist Functional Training?
Dabei geht es um das Training von Bewegungen, nicht einzelner Muskeln. Es ist
mehrdimensional und zielorientiert. Es sind oft mehrere Körperteile in eine involviert. Es gibt einen koordinativen Aspekt und es bezieht verschiedene Funktionen und Systeme des Bewegungsapparates mit ein. Die Stabilität wird meist vom Trainierenden selbst erzeugt, nicht von einem Gerät.
Was ist Functional Training nicht?
Es ist kein dogmatisches Konzept mit Allroundrezepten. Die Übungen müssen im
Schwierigkeitsgrad dem Trainierenden angepasst sein. Viele verstehen den Einsatz von Kreiseln und allerhand instabilen Equipment als diese erweiterte Form des Trainings. Nach unserem Verständnis ist dies jedoch nur ein kleiner Teilaspekt und im Basistraining nicht sinnvoll. Geräte die Bewegungen an festen Hebeln um feste Achsen trainieren sind nicht typisch für Functional Training. Functional Training ist kein Ersatz für Maximalkrafttraining oder Bodybuilding – aber eine ideale Ergänzung.
Für wen ist Functional Training?
Absolut jeder kann es machen. Vom Top-Athleten bis zum Senioren gibt es Übungen, die die jeweiligen Zielfunktionen fördern und/oder Prophylaxe im einseitigen Alltag dienen. Auch für Fitness-Enthusiasten oder Ausdauersportler ist diese Trainingsform eine perfekte Erweiterung. Sie können sich so besser vor Auswirkungen einseitiger Belastung schützen und beugen Überlastungsverletzungen vor.
Warum Functional Training?
Dieses Training ist sehr effektiv und effizient. Jede Übung für sich enthält mehrere Aspekte. Im fortgeschrittenen Stadium kann man auf die Pausen zwischen den Übungen ganz verzichten und schafft so mehr Trainingsreiz in kürzerer Zeit.
Was ist das FMS?
Das FMS (Functional Movement Screening) ist ein einfaches Werkzeug das aus 7 einfachen Test besteht, die es ermöglichen funktionelle Bewegungsmuster zu kategorisieren und zu bewerten. Diese Bewegungsmuster sind essentiell in der Entwicklung von Menschen und besonders in der aktiven Bevölkerung besonders wichtig, da diese Muster die Grundlage bilden für alles komplexe Aktivitäten. Dieses "Aussieben" (engl. Screening) zielt darauf ab, möglichst einfach aber gezielte Hinweise zu finden auf Schwachstellen in den sog. Haltungs - Bewegungsmustern. Daraufhin kann man dann gezielte Übungen zur Verbesserung verschreiben. Dies muss das erste Ziel sein bei der Prävention von Verletzungen.
Warum das FMS?
- Zur Ermittlung des "schwachen Glieds" in der Kette
- Bewegungseinschränkungen
- Rechts-links Unterschiede
- Stabilität und Mobilität
- Bewegungsmuster, Kompensationsbewegungen
- Verletzungen vermeiden
Trainingsplanung im Functional Training
Fragen stellen:
1. Was ist das Ziel?
2. Wann soll das Ziel erreicht werden?
3. Realistisch?
4. Sind andere Maßnahmen erforderlich?
5. Zwischenziele stecken?
6. Feedback? Protokoll?
Definition – Functional Training
- dreidimensional, komplex, Sensomotorik, neuromuskulär, Körperübungen, zielgerichtet
- trainierte Bewegungen, geschlossene kinetische Ketten, Stabilität, Core, funktionelle Kraft
- Elastizität, reaktiv, etc…
Ziele
- Mobilität: Gelenke Kapselbandapparat
- Flexibilität: Muskel und Bindegewebe
- Stabilität
- Bauch und tiefe Rückenmuskeln
- Hüft- Abduktoren, -Rotatoren, -Adduktoren
- Schulter- Stabilisatoren
Stabilität ist eine Voraussetzung für Mobilität und Flexibilität, Mobilität ist eine Voraussetzung für Stabilität. Don´t train on dysfunction!
